Gebäudeenergiegesetz: zu wenig Sicherheit für Bauherren?

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Der neueste Entwurf für das geplante Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht vor, dass ursprünglich bis zum 31.12.2020 alle Neubauten den Standard von Niedrigstenergiegebäuden entsprechen. Nun sollen die energetischen Anforderungen für Bestand und Neubau erst 2023 überprüft werden. Die Frist nach 3 Jahren sei viel zu spät, kritisiert der Bauherrenschutzbund, denn dies bietet zu wenig Sicherheit für Bauherren, insbesondere was die Planung und Planungssicherheit angeht.

Energiemakler Berlin informiert Sie umfassend, was Bauherren & Damen vom Gebäudeenergiegesetz erwarten dürfen und was sich ändern wird.

 

Warum ein Gebäudeenergiegesetz?

Im Rahmen des Klimawandels wird der politische und gesellschaftliche Druck immer größer. Es werden neue Gesetze verlangt, die den Energiewandel in Schwung bringen soll. Die Schonung der Ressourcen und die effiziente Nutzung von Energie gehört hierbei dazu, ebenso wie die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien.

Somit wurde das Gebäudeenergiegesetz mit Wirkung auf die Neubauten und umfassende Renovierungen ein wichtiger Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrags und nahm mit wachsenden Unruhen in der Gesellschaft und Demonstrationen stetig an Bedeutung in der Politik zu.

 

Gebäudeenergiegesetz: was wird sich ändern?

Das Wichtigste für Sie zuerst: die Werte der EnEV werden nicht angehoben. Folglich bleiben die bisherigen Anforderungen gleich. Dennoch ändern sich an so mancher Stelle wichtige Details.

So gibt es für die Errichtung von Wohngebäuden nun mit dem neuen Modellgebäudeverfahren eine alternative Möglichkeit des Nachweisverfahrens. Mit jenem Verfahren können Hausbesitzer die Einhaltung der GEG-Anforderungen anhand von Mindestqualitäten der Maßnahmen nachweisen, ohne dass energetische Berechnungen für den Nachweis notwendig sind.

Weiterhin wird für Käufer von Häusern ein Beratungsgespräch bei einem Energieberater verpflichtend oder auch, wenn Sie nach den Vorgaben des GEG renovieren. Energieausweise dürfen ebenfalls von Handwerkern ausgestellt werden und müssen künftig auch Angaben über Kohlendioxidemissionen enthalten.

Darüber hinaus gibt es einen Sonderfall, der von Gesetzesseite zu bedenken ist: sollten Sie in einem bestehenden Gebäude den alten Öl-Heizkessel austauschen wollen, ist dies ab 2026 nur dann möglich, wenn in dem Gebäude der Energiebedarf teilweise durch erneuerbare Energien gedeckt wird.

So ist auch bei Neubauten künftig die anteilige Nutzung von erneuerbaren Energien zum Heizen oder Kühlen des Gebäudes Vorschrift – sei es durch Verträge mit Öko-Anbietern oder durch Eigenproduktion von Energie.

 

Gebäudeenergiegesetz: Folgen für Bauherren

Das Gebäudeenergiegesetz an sich ist für Bauherren & Damen zwar eine wichtige Auflage, jedoch systematisch einfach umsetzbar. Die wesentliche Kritik des Gesetzes liegt in der Prüfung in 2023. Zu diesem Zeitpunkt könnten die Neubauten wieder energetisch überholt sein.

Dies bestätigt auch Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in einer Stellungnahme: „Selbst ein heute gebautes Haus kann schon in drei Jahren energetisch veraltet sein.“ Bereits bei der Entstehung des Gesetzes hat der Verbraucherschutz betont, dass die Planbarkeit für Bauherren & Damen mitunter das wichtigste Kriterium beim Hausneubau ist.

 

Energieberatung als Obligation

Mit dem Gebäudeenergiegesetz wird die Beratung durch einen fachmännischen Energieberater verpflichtend. So lässt sich mit einem soliden Beratungsgespräch jedoch nicht nur diese Pflicht erfüllen, sondern auch in geeigneter Weise „vordenken“. Besonders im Rahmen der Regelung mit der Prüfung in 2023 können Sie mit einem erfahrenen Energieberater die Weichen stellen, um auch in den nächsten Jahren die energetischen Anforderungen erfüllen zu können.

So stehen wir Ihnen als erfahrene und professionelle Energieberater für den klassischen Tarifvergleich sowie für die umfassende Energieberatung zur Verfügung. Gemeinsam erarbeiten wir ein modernes und nachhaltig effizientes Konzept für Ihre Immobilie aus, das auch in den nächsten 5 Jahren noch in geeigneter Weise den Anforderungen entspricht.

Sie interessieren sich für ein unverbindliches Gespräch? Sie möchten oder haben eine Immobilie erworben oder planen eine umfassende Renovierung? Gerne stehen wir Ihnen als Energieberater zur Verfügung.

Sie möchten mehr zum Thema „Gebäudeenergiegesetz“ und die damit verbundenen Folgen erfahren? Kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns auf Sie.

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